THE BLACKSCREEN “The ghosts that haunt us”

THE BLACKSCREEN
“The ghosts that haunt us” CD
(www.finest.noise.de/Radar)
Death Pop? Death by Pop? Die musikalischen Schwarzseher verwischen Punk Swamp Rock and Roll mit den nebulösen Strukturen einer Evergladeerkundigung mit WahWah-Effekten und einer kalkulierten Kaffeefahrt ins Ungewisse. Weniger spekulativ und risikobehaftet ordnen Oliver, Ralph, Duke und Sebastian ihre Leidenschaft für zapapeske Musik und einer kalkulierten Antithese zum künstlerischen Popo-Feeling.  Die mangelnde Raubeinigkeit wird durch ein anständiges grundsolides Spielgerüst kompensiert, das offenherzig dazu einlädt, den vielseitigen Schaffensdrang zu charakterisieren. Auf dem Parkett gibt es kein trotziges Aufbegehren oder experimentelle Ausbrüche. Death Pop ist indes die Etikette für eine Ausrichtung, niemals zu vergessen, woher wir kamen und wohin wir wollen. Die kreativen Seitensprünge produzieren keine Luxus-Accessoires, eher alltagstaugliche Grooves, die durch die WG-Küche getrieben werden und die notorische Unlust für strukturelle Veränderungen verstärkt. Das öffnet keine neuen Aspekte, ist aber inspirierend für eine kontrollierte Herangehensweise und eine starke Willenskraft, die verbissene Monotonie auszudehnen und auf den Alltag zu übertragen.