TRASH – Punk aus Bruchsal

Beim Kaffeekränzchen, Bruchsal 1981

TRASH wurde 1980 als 3-Mann-Band in Bruchsal, etwa 20 Kilometer nördlich von Karlsruhe, gegründet. Im Frühjahr 1981 folgten Demoaufnahmen im Bunker Rüppur. Teilweise unterstützt von Lule (May B.) am Schlagzeug.
Musikalisch gab es noch keine eindeutige Ausprägung. Die Stücke reichten von englischem Pogo Punk bis minimalistischer Neuen Deutschen Welle mit politischen Texten. Die Bunkertapes wurden noch 1981 bei diversen Kassettenlabels veröffentlicht und im Magazin “Sounds” von Alfred Hilsberg als Trash eingestuft. 1981 stieß Thommy als Schlagzeuger dazu, und es folgten diverse Konzerte mit den LENNONS im Club Katakombe in Karlsruhe, das später auch auf Vinyl veröffentlicht wurde.
Als 1982 einige größere Konzerte anstanden (Support bei Franz K. oder Teilnahme am Intoleranz Festival) verließ Thommy aus gesundheitlichen Gründen die Band. Im Zuge dieser “Weiterentwicklung” flossen außer schnellen punkigen Stücken nun auch mehrere Underground-Popstücke in das Programm mit ein. TRASH verzichteten fortan auf deutsche Texte. Ende 1983 gab die Gruppe im Wolfschen Gebäude in Pforzheim ihr letztes Konzert…sie spielte, weil es sich halt so ergab, ohne richtige Auflösung einfach nicht mehr zusammen.

TRASH -World War

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Ihr habt euch 1980 als Band zusammengefunden. Wie ist der Punk nach Bruchsal gekommen?
Jochen: Bruchsal ist eine Kleinstadt in Baden-Württemberg, etwa 25 km von Karlsruhe entfernt und mitten im konservativen Südwesten Deutschlands. Deshalb dauerte es auch eine ganze Weile, bis „der Punk“ dorthin kam. Und zwar in Gestalt von „Punker-Thommy“, der wohl so um die Mitte 1979 Punk wurde und bei dem du glaubtest, du würdest Sid Vicous persönlich begegnen. Thommy hatte nicht nur die typische Frisur, Lederjacke, Halskette mit Schloss, Nietenkram, Jeans und diese schweren Knobelbecher, sondern ähnelte Sid auch in Hautfarbe und Statur – beeindruckend!
Meine sonstigen Erinnerungen sind leider ziemlich getrübt und ich kann im Nachhinein nur sagen, dass irgendwas in der Luft lag und in kurzer Zeit sehr viel passierte: Irgendwie machte ich mit Thommy Bekanntschaft, traf dann Bernd und Ralf, irgendwie landeten Alben von den Sex Pistols, The Damned und The Saints auf meinem Plattenteller, irgendwie traf ich dann die Entscheidung, Punk zu werden und wir gründeten dann spontan eine Band. Sorry, dass ich mich an Details nicht mehr erinnern kann, aber die ganze Sache ist einfach schon so lange her.
Bernd: Ich war 1979 mit einer Pfadfindergruppe in London. Wir waren in der Nähe von der Kings Cross Station untergebracht wo immer ein paar Punks herumhingen. Die haben den Mädels unserer Gruppe beim Vorbeigehen immer schweinisches Zeugs hinterher gerufen. Als die Punks dann herausgefunden haben, dass wir als Deutsche mit unserem damaligen Teenager-Englisch praktisch nichts davon verstanden haben was sie uns an den Kopf warfen, haben wir von Ihnen Eintrittskarten für ein Starjets Konzert in der Music Machine geschenkt bekommen. Als ich dann noch am nächsten Tag bei einem Ausflug im Hyde Park über ein kostenloses Konzert von einer Punkband die auf dem Aufleger eines LKW gespielt haben gestolpert bin, habe ich alle Londoner Plattenläden nach Anstecker durchforstet und damit meine Plastik-Regenjacke zugepflastert….Irgendwann war dieser Urlaub zu Ende und ich brachte mein Erlebnis mit nach Bruchsal….
Ralf und ich waren in derselben Klasse. Einige Mitschüler spielen auf Klassenfahrten und Schulfeten alte Beatles-Stücke auf akustischen Gitarren nach. Die hatten sogar einen Bandnamen. Da dachten wir: Was die können, können wir schon lange und haben als Kontrastprogramm ein paar Stücke von den Straßenjungs und einige Eigenkompositionen eingeprobt.
Irgendwie ist dann Jochen dazugestossen….Voilà.
…und als wir die ersten Aufnahmen gemacht hatten wollte Jochen auch Gitarre spielen und wir brauchten einen Drummer: Thommy.
Ralf: Eine Punk Szene in Bruchsal? Das gab es eigentlich in Wirklichkeit nie, bis auf die Tatsache, dass es nur einen „echten“ Punk in Bruchsal gab, Thommy, der schon seit vielen Jahren im Himmel ist.
1980 waren wir da, die Band „Trash“, was aber auch zu keiner „Punkbewegung“ in Bruchsal führte.
Ein richtiger Punk war ich eigentlich auch nie. Auch Metal bzw. Hardrock hör(t)e ich gerne, und mich faszinierte eigentlich in jungen Jahren der göttliche Gitarrensound, den ich so vorher nicht kannte. Verzerrer, Overdrive, Gain, UNGLAUBLICH. Ich spielte zuvor klassische Gitarre nach Notenblättern und von heute auf morgen spielte ich statt Noten nun Akkorde. Das war genial und nicht so spießerisch…
Bernd: Will zwar keiner wissen, aber ich erwähne es hier trotzdem: Unser Bandname kommt von dem Song „Worthless Trash“ von The Vacants. Von denen hatte ich Anfang 1980 eine Kassette in einer Tankstelle entdeckt.

1980 war eine Zeit, in der Punk noch gefährlich war. Reibereien mit Poppern, Rockern, Skinheads waren in anderen Städten Grund für verbale Auseinandersetzungen. Gab es auch bei dir viele Konfliktsituationen oder wurdet ihr eher in Ruhe gelassen, belächelt…?
Bernd: Die Jugendlichen hier waren sehr wechselfreudig. Freunde von uns wurden von Hippies zu Punx oder Rocker, oder von Skins zu Teds und umgekehrt und kamen immer noch zu unseren Konzerten und Treffen. Das heißt: Wir haben quasi für alle gespielt die gerne Punk Musik gehört haben. Egal welcher „Jugendbewegung“ sie angehörten. Als wir als Vorgruppe von Franz K. gespielt haben, haben wir es auch einmal mit Hippiebeschimpfungen und Publikumsprovokationen versucht. (Johnny Rotten hatte ja auch mit diesem „Never trust a Hippie“- Slogan provoziert und viele unserer Fans trugen ja auch als Männer lange Haare. Die Reaktion unseres Publikums auf diese Beschimpfungen war aber gleich Null und auf dem nächsten Konzert waren dann wieder die gleichen Gesichter.
Ich erinnere mich auch, dass beim Intoleranz Festival die Anwesenheit einiger Teds die uns hören wollten für Unruhe unter den Pforzheimer Punks sorgte. Die Teds haben wir damals von der Bühne herab in Schutz genommen und das hat funktioniert. Unter uns Jugendlichen war es ziemlich ruhig.
Wenn es Stunk gab, dann mit Auswärtigen: Einmal wurde Thommy von einigen LKW-Fahrern verprügelt. Die haben ihm nachts in einem Truck Stop, wegen seiner Aufmachung den Arm gebrochen und das Gesicht zerschnitten.
Jochen: In Bruchsal gab es damals noch diesen kleinen und rock-orientierten Plattenladen, in und vor dem sich tagsüber alle möglichen Jugendlichen trafen; meist die gleichen, die abends in der Rockfabrik, einer ebenfalls sehr rock-orientierten Diskothek, abhingen. Das war eine bestimmte Szene, in der es Hippies, Altrocker und sehr viele Hardrock- bzw. Heavy-Metal-Anhänger gab. Wir Punks waren einfach ein Teil davon. Weißt du, das ist Kleinstadt: Man kennt sich halt. Wenn du Punk wirst, dann materialisierst du nicht mit einem „Plopp“ als das Unbekannte Wesen auf der Straße, sondern du bist der Soundso, der jetzt halt „als Punk geht“. In der Großstadt wirst du inmitten der vielen Leute viel schneller auf dein Äußeres reduziert, in eine Schublade gesteckt und abgehakt. Auf dem Dorf oder in der Kleinstadt behältst du auch weiterhin deinen Namen.
Passenderweise kam daher der Ärger, den du als Punk in der Diskothek oder sonstwo durchaus bekommen konntest, in der Regel von außerhalb. Bundis aus Bayern, die in Bruchsal ihren Grundwehrdienst ableisten mussten, irgendwelche Typen aus dem Umland, die am Wochenende in der Disko ab einem gewissen Alkoholpegel auf Randale aus waren. Haben wir alles gehabt, war in der Regel aber nicht dramatisch, weil diese Leute meist noch rechtzeitig merkten, dass die paar Punks in der Disko alles andere als ein isoliertes Randgrüppchen waren, an dem man sich gefahrlos austoben konnte.
Ralf: Auch soweit ich mich erinnern kann, waren alle Gruppenbewegungen, wenn man das so nennen mag, außerordentlich friedvoll und tolerierten sich gegenseitig. Ich glaube einfach, dass irgendwie jeder einfach nur seinen Spaß auf seine Weise oder in seiner „Richtung“ haben wollte.

Eine andere Rolle spielten sicherlich die Eltern. Gab es da viele Erziehungsmaßnahmen oder Diskussionen, die euch vor “Gefahren” schützen sollte. Ich meine, habt ihr auch immer mit eurem Verhalten provoziert, habt den Punk quasi nach außen gekehrt  (Style), um von Vornherein auch als solcher identifiziert zu werden?
Ralf: Meine Eltern waren damals sehr tolerant und ich meine auch damals schon ein gutes Selbstbewustsein gehabt zu haben. Einziger Knackpunkt: 23.00 Uhr musste ich immer zu Hause sein, egal an welchem Wochentag. Und irgendwie klappte das (meistens…). Wenn nicht, etwas „Schimpfe“, und dann wieder alles ok. Und mit 16+ Jahren war man ja schliesslich schon erwachsen… Wie gesagt, als richtigen Punk konnte man mich ja äußerlich nicht erkennen – von innen eigentlich auch nie so richtig.
Jochen: Meine Eltern – und das erstaunt mich heute immer noch – ließen mich in diesem Alter einfach laufen und mein Ding machen. Dazu muss man wissen: Mein Vater war Pastor der hiesigen Methodistengemeinde gewesen, d.h. ich komme aus einem sehr religiösen Umfeld. Er stellte uns zum Proben sogar ein Kellergewölbe unter der Kirche zur Verfügung, obwohl mein Werdegang von Teilen der Gemeinde missmutig beäugt wurde.
Wenn ich im Nachhinein über den Hintergrund meiner Eltern nachdenke, also von wo sie eigentlich herkamen und was ihnen da plötzlich entgegenschlug – wir reden immerhin von einer Zeit, in der in bestimmten protestantischen Kreisen sämtliche Formen von Pop-Musik als Teufelszeug verschrien waren und selbst die ersten christlichen, mithin also total harmlosen Rock-Bands immense Akzeptanzprobleme hatten –, dann kann ich nur sagen, dass die beiden wohl einen schweren Weg gegangen sind und dabei eine Toleranz und Gelassenheit an den Tag gelegt haben, von der sich viele eine Scheibe abschneiden können.
In der Schule – ein konservatives humanistisches Gymnasium – war ich der einzige Punk und so auffällig wie ein bunter Hund. Ich hatte etliche Auseinandersetzungen mit einem Teil der Lehrkräfte, weil ich ziemlich offen zeigte, wenn mir etwas nicht passte, und manche Lehrer wohl auch der Auffassung waren, so was wie ich hätte auf „ihrer“ Schule nichts zu suchen. Und auf der Straße gab’s eigentlich ständig jemanden, der einem schiefe Blicke zuwarf. Im Vergleich zu dem, was in den Großstädten abging, alles harmlos, aber der Bezugsrahmen in der Provinz war halt auch ein ganz anderer.
Bernd: Für mich war Punk hauptsächlich Kreativität. Umsetzbar mit den Mitteln, die man gerade zur Verfügung hatte (damals praktisch keine). Loslösen von gesellschaftlichen Zwängen und Regeln. – Jugendrevolution. Selbstgemachte Kleidung, Musik, Fanzines gehörte alles dazu. Da gab es sicherlich auch bei mir eine Menge Reibereien mit Eltern und Umfeld. Wir waren ja zum damaligen Zeitpunkt gerade mal 16 oder 17 Jahre alt. Als ich gegen Ende von Trash dann der Meinung war, dass die meisten Punks sich auch nur in eine Uniform zwängen und feste Verhaltensmuster erwarten, bin ich im Anzug mit Krawatte auf die Bühne gegangen. Da wollte ich die Uniform-Punks schocken. Das hat dann vielleicht meinen Eltern wohl wieder gefallen.

Was waren eure Informationsquellen, um Punk wahrzunehmen?
Bernd: Musik, Fanzines, Briefkontakte. Ich habe sehr viel Post verschickt und stand mit einigen der wichtigsten Fanzines, bekannteste Punk Bands und allen möglichen Kassettenlabel in Kontakt.
Wie ich die Kontakte bekommen hatte? – Die Jungs einfach mal angeschrieben.
Ich hatte sogar unsere ersten Aufnahmen einfach an Alfred Hilsberg geschickt, der uns dann auch prompt im Sounds vernichtend kritisiert hatte…Wie übrigens auch Trio und Extrabreit – „Aus denen wird niemals was.“ Bei uns hatte er wenigstens einmal recht, was uns ja zu seiner Lieblingsband machen müsste ;-).
Ralf: Informationsquellen? Hatten wir damals nicht schon unser Laptop mit USB-Stick zum Internetzugang im Proberaum oder unterwegs? Smartphone? Oh, nein! Ich vergaß!…
Im Ernst: Magazine, andere Musikbands, Plattenladen, Briefkontakte, und Bernd!
Er machte dies fast alles und war fleißig am organisieren…
Jochen: Wichtig waren auch Song- und Cover-Texte, die manchen Punk-Alben beilagen. Wobei unser Bild vom Punk, fürchte ich, lückenhaft und streckenweise vielleicht auch sehr schief war.

Gab es in Bruchsal auch Plattenläden, wo es Punkplatten zu kaufen gab und wie habt ihr euch mit Musik eingedeckt, zumal es Anfang der 80er Jahre nur wenige Plattenläden, geschweige denn Mailorder gab, die Punk im Sortiment hatten?
Ralf: Ja, es gab einen Laden in Bruchsal, in dem ich fast meine gesamte Freizeit verbracht hatte, mal abgesehen vom Flipper spielen in der Würstchenbude „Diemer“. Peters Plattenladen!!! Er hatte wirklich (fast) alles. Und er förderte uns sogar ein wenig bzw. sorgte für einen Nebenjob als Roadie bei Didi, Dieter Hallervorden. Da erinnere ich mich gerne zurück.
Bernd: Stimmt, Peters Plattenladen war unser Dreh- und Angelpunkt. Kennengelernt haben wir praktisch nur was Peter zum Verkauf anbot. Aber Ich würde sagen: Peter hatte alles im Sortiment.
In Peters Laden verbrachten wir unsere Nachmittage, trafen uns mit Freunden und Fans und haben sogar einmal spontan unser spärliches Equipment aufgebaut und losgespielt. Wie Ralf schon erwähnte, organisierte Peter zu diesem Zeitpunkt auch professionelle Konzerte mit der Agentur Hoffmann aus Mannheim. So kam es, dass wir als Trash mal eine Woche bei Dieter Hallervorden als Roadies gearbeitet haben. Von dem Geld hab ich mir übrigens meine erste eigene Lederjacke gekauft…..Ja, die war NICHT geklaut….
Jochen: Der Peter war aber eher spezialisiert auf alle Arten von Rock. In diesem Bereich war er wirklich hervorragend sortiert. Die Leute kamen teilweise von weit her, um dort einzukaufen. Mal ehrlich – in wie vielen Plattenläden in Deutschland konntest du Ende der 1970er Jahre bereits Japanpressungen von japanischen Hardrock-Bands kaufen?
Punk war zwar nicht Peters Ding gewesen, aber er besorgte uns regelmäßig die Neuerscheinungen der bekannteren englischen und amerikanischen Bands. Manchmal waren auch exotischere Sachen dabei, aber eher selten. Ich kann mich noch erinnern, dass er eines Tages „Les Hommes Morts Sont Dangereux“ von „Métal Urbain“ mitbrachte. Ich fand das Cover-Artwork provokativ und beeindruckend, aber beim Anhören dachte ich zuerst … „WTF“?!? Ich hab’ die Scheibe dann aber trotzdem noch mitgenommen. Ach ja, Bestellungen nahm Peter sowieso auf – und er ließ uns auch in bestimmtem Rahmen anschreiben. Du konntest deine Scheiben also auch mal drei, vier Wochen später bezahlen, das war kein Thema.

Die Plattenindustrie und Medien haben durch die Erfindung von NDW vielen Bands eine Chance gegeben, ihre Musik zu veröffentlichen. Habt ihr davon auch profitieren können?
Bernd: Anfang der 80er Jahre wurde vieles auf Tape veröffentlicht. Kassetten konnte man alleine vervielfältigen, einen Fotokopierer für das selbstgemachte Cover gab es an jeder Ecke. Die Verbindungen zu den einschlägigen Labels hatte ich ja durch meine Briefkontakte bereits hergestellt. Fanzines machten das Ganze dann publik. Insofern würde ich sagen, dass wir der NDW da einen Weg geebnet haben…
Jochen: Ich denke, daß wir von der NDW als englischsprachige Punkband nicht direkt profitiert haben. Außerdem steckten wir in der Provinz fest, weil unsere Mittel sehr begrenzt waren.
Bernd: Wir hatten aber ganz am Anfang auch einige Songs mit deutschen Texten aufgenommen und ich habe Ende der 80er `mal ein Sonderheft über NDW gekauft, in dem all die kommerziell erfolgreichen Bands wie Ideal, Fehlfarben, Trio, Hansaplast, Abwärts etc. vorgestellt wurden …und im Anhang wurden wir genannt.

Was mich erstaunt hat, war die Tatsache, dass ihr Fans hattet. Ich denke mal, dass das Freunde und Bekannte aus eurer Stadt waren, und ihr auch in der Freizeit zusammen rumgehangen habt. Wie sah denn das Freizeitangebot in Bruchsal aus…gab es spezielle Treffpunkte oder habt ihr euch vornehmlich privat getroffen?
Bernd: Total falsch! In Bruchsal hatten wir nur einen ganz kleinen Kreis von Anhängern. Die meisten der Leute die uns damals unterstützen habe ich niemals getroffen. Wir hatten auch so einen Aufruf gestartet uns für die nächste Platte ein Foto von sich zu schicken und ich habe immer noch eine stattliche Sammlung von skurrilen Fotos von allen möglichen Leuten, die über uns in einem Fanzine gelesen hatten, ein Tape oder die EP gekauft hatten und irgendwie begeistert waren. Wie gesagt, getroffen haben wir die meisten nie, da wir ja nicht überregional aufgetreten sind. Die andere Sorte  Fans waren Leute vom Umland, die uns bei einem Konzert auf einem Dorf gesehen hatten und dann immer wieder kamen…..und Punks aus der Pforzheimer Szene.
Ralf: Den Worten von Bernd kann ich mich nur anschließen… Hinzufügen möchte ich noch, dass wir uns auch des Öfteren im „Haus der Begegnung – HdB“, Bruchsal, unserem damaligen Jugendzentrum trafen. Und der absolute Hammer war, dass ich in der Rockfabrik in Bruchsal an zwei Abenden in der Woche DJ war, und Querbeet von NDW, Punk, Hardrock und Metal auflegte.
Und als Rausschmeißersongs, nach Anweisung meines damaligen Chefs: Trash!
Das ist für mich heute immer noch unglaublich, die eigene Scheibe als Rausschmeißer aufzulegen.
Jochen: Ich wollte noch mal kurz was zu unserem „ganz kleinen Kreis“ von Bruchsaler Anhängern ergänzen, weil da nämlich etwas passiert ist, was mir persönlich mittlerweile sehr wichtig ist: Wir hatten damals dieses Konzert in einer kleinen Dorfdisko in irgendeinem Kaff in der Nähe von Bruchsal. Ich glaube, der Besitzer war Italiener und wir haben dem irgendwie erzählt, wir würden moderne Tanzmusik machen. He, he. Wir hatten in und um Bruchsal ein paar Plakate aufgehängt, und dann passierte an diesem Abend etwas total Unerwartetes.
Da tauchten nämlich plötzlich eine ganze Reihe von Dorf-Punks auf, die keiner von uns vorher jemals gesehen hatte. Und denen ging es genauso: Man staunte sich gegenseitig überrascht an und als wir nach dem Konzert mit den Leuten ins Gespräch kamen, erfuhren wir folgendes: Dass da nämlich aus jedem der kleinen Dörfer der eine oder die zwei Punks gekommen waren, weil sie eins unserer Plakate gesehen hatten. Und sie alle hatten bisher geglaubt, sie seien die einzigen weit und breit. Ist das nicht geil?
Nach diesem Abend trafen wir uns regelmäßig in Bruchsal, wir freundeten uns an, die Leute kamen zu unseren Konzerten. Und auch, wenn diese „Szene“ winzig, provinziell und vermutlich sehr naiv war, es war unsere Szene und wir hatten als Band bewirkt, dass die Dorf-Punks um Bruchsal herum endlich zusammengefunden hatten, voneinander wussten und dass wir in der Stadt deutlicher als bisher sichtbar wurden.

Punk war auch immer ein Abenteuer. In anderen Städten auf Gleichgesinnte zu treffen, war immer ein aufregender Moment. Wolltest du auch immer andere Punx kennen lernen und hast in anderen Städten nach einer Szene oder Punx Ausschau gehalten?
Bernd: Wir waren ziemlich oft unterwegs. Erst mit dem Moped, später mit dem Auto. Wir haben
z.B. in den Osterferien bei den Straßenjungs genächtigt, haben dann in den Pfingstferien im Proberaum von Pigsty in Duisburg geschlafen oder sind auf ein Bier zu Anton von den Citizens nach Bottrop gefahren und haben unterwegs verschiedene Kassettenlabel- oder Fanzine-Herausgeber besucht.
Die Punkszene in den Großstädten war schon ganz anders als bei uns, und manchmal fand ich das auch beängstigend.
Ralf: Ja, wir waren ziemlich viel unterwegs. Eigentlich immer wenn wir gerade nicht in der Schule oder im Plattenladen waren. Ich kann mich auch gut an den Höllenritt mit Bernd’s Honda CY50 in den Ruhrpott erinnern…mit mir auf dem Sozius-Sitz. Gleichgesinnte zu treffen, war in unserer Gegend etwas schwierig, doch im Ruhrpott und selbst in Frankfurt war das schon ganz anders. Und ich war richtig hin und weg, damals unter solchen „Göttern“ wie den Upright Citizens oder all den tollen Bands aus Duisburg zu sein. Und so war ich natürlich auch richtig neidisch auf diese Jungs.
Jochen: Ich war nicht ganz so häufig mit Bernd und Ralf unterwegs, eher mit anderen Kumpels mal in Karlsruhe, Heidelberg oder Mannheim. Da wir als „gemischte Mannschaft“ unterwegs waren, habe ich nicht extra nach der lokalen Punk-Szene gesucht. Wir trafen aber immer mal wieder Punks in verschiedenen Diskotheken, Kneipen oder auf der Straße. Manchmal ergaben sich dabei zufällig nette Gespräche, aber die Regel war eher, dass die Punks in Grüppchen zusammen saßen und einen eher abweisenden Eindruck machten. Man wurde kurz abschätzig gemustert, das war’s dann. Ich will die Leute deswegen aber nicht schlecht machen. Vermutlich hab’ ich damals schon 10 Meilen gegen den Wind nach Dorf-Punk gerochen und war deshalb einfach nicht interessant.

Bernd, bei eurem Konzert in der Katakombe (19.09.1981 in Karlsruhe) äußerst du dich zu den Pforzheimern im Publikum, die euer Auftritt ständig gestört und THE LENNONS-Songs gefordert haben. THE LENNONS hatten ja gerade mal eine EP draußen und existierten 1 Jahr, im Publikum gab es aber zahlenmäßig überlegene THE LENNONS-Unterstützer. Hast du das auch später so wahrgenommen, dass es da diese lokalen Szenestreitereien gab, wo eigentlich unbegründete Vorherrschaften ausgetragen wurden, wer in welcher Stadt die “besseren, echten” Punx, die “bessere” Szene vorzuweisen hat und es schwierig war, von anderen akzeptiert zu werden.
Bernd: Wie ich vorhin schon sagte, waren wir ja die „Dorfpunx“. Eine bessere Szene vorweisen als andere konnten wir nicht. Wir waren unsere Szene. Neidisch auf die Möglichkeiten, die andere Gruppen in großen Städten durch Auftrittsmöglichkeiten oder Labels hatten, waren wir schon. Andererseits kamen auch öfters mal Pforzheimer Fans nach Bruchsal um mit uns im örtlichen Plattenladen abzuhängen…… und bezüglich dem Konzert: Wir waren in der Katakombe grottenschlecht!
Jochen: Ich hab’ keine Erfahrungen, die sich auf komplette „Szenen“ erstrecken, sondern kann nur von Einzelnen ausgehen. Und da kann ich eigentlich nur allgemein sagen, dass es unter Punks genauso viele tolle Leute, aber auch Deppen gibt wie anderswo auch. Ich glaube, speziell als Provinz-Punk in einer fremden Stadt bekam man das deutlicher zu spüren als andere, weil man da automatisch irgendwo am unteren Ende stand. Durchaus verständlich, denn alleine schon die Tatsache, dass es in der Regel in den ländlichen Gebieten viele großstadt-typische Probleme gar nicht gibt und die Uhren in Kleinstädten oder Dörfern völlig anders ticken, schafft Barrieren, über die auch Punks nur ganz schwer klettern können.
Und natürlich waren wir vom Look her immer „hintendran“. Wir hatten halt keine Punk- oder Wave-Boutiquen, in denen man sich die angesagten Accessoires besorgen konnte. Die meisten Klamotten, die ich damals trug, stammten aus Second-Hand-Shops bzw. einem, so würde man wohl heute sagen, „Outdoor“-Laden, in dem du u.a. ausrangiertes Bundeswehr-Zeug für kleines Geld kriegen konntest. Veredelt wurden die Sachen dann oft mit Schablonen und Auto-Lack.

In diesem Zusammenhang lösten sich bereits ein paar Jahre später viele Punx aus dieser eher destruktiven, selbstzerstörerischen und auch intoleranten Szene ab und gerade in Süddeutschland und in Städten wie Pforzheim bildete sich eine aktive HC-Szene mit vielen Aktivitäten (Fanzines, Labels, globale Vernetzung). Wie hat sich dein Verhalten und dein Blickwinkel auf diese Entwicklung beeinflusst oder verändert?
Bernd: Die Wahrnehmung über größere Auflösungserscheinungen der Punk-Szene scheint total an mir vorübergegangen zu sein. Ich habe nach Trash in einer Rockband weitergespielt die einfach alles hatte, was uns früher fehlte: Proberaum, eigenes Equipment, Bandbus, Auftrittsmöglichkeiten und hatte so in meinem neuen Umfeld viel zu tun. Als mir Michael Hermann (Lennons) Mitte der 80er Jahre seine „Babes in Toyland“ Aufnahmen schickte, habe ich ihm eigentlich zu der Weiterentwicklung gratuliert.
Jochen: Im Nachhinein wirklich schade, aber zu der Zeit war ich auch schon frustriert „raus“ und hab’ dann dem Punk viele Jahrzehnte lang den Rücken gekehrt. Wobei sich die Frage stellt, ob die Hardcore-Punks das auf Dauer besser hinbekommen haben. Jedenfalls bekommt man in der Film-Dokumentation bzw. den DVD-Extras zu „American Hardcore“ zu Themen wie Intoleranz, Konformitätsdruck, Gewalt usw. ja so einige kritische Stimmen zu hören.

Trotz des von dir erwähnten Desasters beim Auftritt in der Katakombe wurden die Songs als EP veröffentlicht. Warum habt ihr denn die Songs nicht in einem Studio eingespielt?
Bernd: Wir waren zu arm um professionell Punk machen zu können.
Jochen: Ja, wir hatten bzw. hätten tatsächlich kein Geld für ein Studio gehabt. Und im Rückblick bin ich froh darüber, dass wir die Stücke aus der Katakombe genommen haben, weil das diese EP zu einem authentischen Zeitdokument macht: So klang 1980 eine unbekannte Punk-Band auf ihrem allerersten Gig. Keine Beschönigungen, keine Studiotricks, alles ganz genau so wie es wirklich gewesen war und lediglich mit einem billigen Kassettenrecorder aufgenommen.
Ralf: Lasst mich mal kurz nachdenken: Ich bekam Taschengeld, das für das Rauchen von selbstgedrehten Zigaretten und für die Zweitaktmischung meines Mofas drauf ging. Also eigentlich hatte ich nie Geld und meine Trash-Kollegen auch nicht. An eine Studioaufnahme war nicht zu denken; geschweige denn: Was ist eigentlich ein Studio???

Verbirgt sich denn hinter dem Label “Rotz Rekotz” wirklich ein Fanclub, wie wurde die EP finanziert, wie hoch war die Auflage und wie und wo wurde die EP verkauft?
Bernd: Das Geld für die EP habe ich mir von meinen Eltern zum Geburtstag gewünscht und bekommen. Die fanden zwar meine Kleidung und Musik schrecklich, haben mich aber im Allgemeinen machen lassen. Durch die geringe Auflage (200 Stück) waren die Produktionskosten damals auch wirklich sehr niedrig. Rotz Rekotz war der von mir erdachte Plattenlabelname (REKOTZ = Bad English for Records). Verkauft wurde die Platte weltweit über Fanzines und meine Briefkontakte.
Ich fand es echt witzig, jetzt nach 30 Jahren im Internet zu sehen, dass nun manche Sammler in den USA bis zu 50 Dollar dafür zahlen…..Ich habe damals pro Platte 3 DM verlangt.
Euer Schlagzeuger Thommy ist zunächst aus gesundheitlichen Gründen ausgeschieden und dann 1982 gestorben. War sein Tod vorhersehbar (Krankheit) und auch der Grund eurer Bandauflösung?
Ralf: Wir haben uns eigentlich nie aufgelöst. Irgendwann waren wir halt alle in weite Lüfte zerstreut, beruflich, wie auch privat. Aber das Schöne ist, dass wir nach rund 30 Jahren wieder zusammen gefunden haben und in Originalbesetzung eine CD mit unseren besten Songs aufnehmen.
Bernd: Ralf hatte irgendwann die Schule gewechselt. Jochen ist mit seinen Eltern weggezogen. Ich spielte gegen Ende zusätzlich noch in einer Rockband und hatte dann mit denen öfters Auftritte und einfach zu wenig Zeit für alles.
Thommy hat 1982 aus gesundheitlichen Gründen nur die Band verlassen. Gestorben ist er erst einige Jahre danach. Er hatte das gleich Problem wie Sid Vicious.
Jochen: Ja, Thommy war heroinabhängig und es kam vermutlich auch nicht von ungefähr, dass er so fasziniert von Sid Vicious war, als er Punk wurde. Er wusste, dass das Zeug ihn irgendwann mal umbringen würde und versuchte alle paar Monate, clean zu werden. Kalt und ganz alleine zu Hause. Ein paar Wochen später kam dann der nächste Rückfall und so ging es die ganze Zeit hin und her. Wie alle Drogenabhängigen war Thommy notorisch unzuverlässig und verschwand oft einfach. In diesen Zeiten wusstest du nie, in welcher Stadt er war und was er dort trieb, um an seinen Stoff zu kommen.
Er verließ die Band, nachdem er einige Zeit untergetaucht war und wir eine Reihe neuer Songs einstudiert hatten. Als wir dann endlich wieder zusammen probten, merkte Thommy, dass wir musikalisch einen ziemlichen Sprung gemacht hatten und hatte das Gefühl, nicht mehr mit uns mithalten zu können. Wir versuchten ihn zwar zum Bleiben zu überreden, aber er wollte einfach nicht mehr. Er besuchte aber weiterhin unsere Konzerte und an unserer Freundschaft änderte das auch nichts. Von Thommys Tod erfuhr ich viele Jahre später, als ich Bruchsal schon lange aus den Augen verloren hatte. Warum er so früh verstarb, weiß ich nicht.

Was ist nach 1983 passiert? Hast du dich mit Punk identifizieren können?
Bernd: Ich habe danach noch in einigen Bands Musik gemacht. Durch mich gab es in denen auch Songs mit Punkeinflüssen, aber nur Punkmusik, wie zu Trash Zeiten, fand ich irgendwie nicht mehr befriedigend. Und kreativ sein konnte ich in meiner neuen Band auch. Da waren wir im Studio, haben Videoclips produziert und ich habe Aufkleber, Plakate etc. entworfen.
Auch schien die Punkbewegung von der anfänglichen kreativen „Shock the System“-Phase in eine reine selbstzerstörerische Pöbelei abgerutscht. „No Future“ halt. Aber das hast Du ja vorhin in einer Deiner Fragen bereits selbst festgestellt.
Jochen: Ich bin kein Punk mehr, weil ich so langsam auf die 50 zugehe und mittlerweile begriffen habe, dass ich Ich bin und mir das völlig ausreicht. Ich mache es Menschen nicht bewusst schwer, mich zu mögen, aber wer mich nicht so nimmt wie ich bin, der kann seinen Arsch gerne woanders hin bewegen. Und ich habe eine Punk-Vergangenheit, die immer noch ein Teil von mir ist, die mich geprägt hat und die mir immer noch etwas bedeutet.

2011 bist du, Bernd, sehr aktiv. Hast eine Bandseite auf Myspace, Fotos in Karl Nagels Foto-Archiv gestellt und die EP im Blog “Tape Attack” präsentiert/kommentiert. Darüberhinaus sollen Songs wieder-veröffentlicht werden? Welchen Beweggrund hat das plötzliche Interesse und die geballte Medienpräsenz?
Bernd: Ich hatte 2011 ein 30 jähriges Klassentreffen und da lief mir doch tatsächlich zum ersten mal nach all den Jahren Ralf über den Weg, über das Internet hatten wir dann auch plötzlich Kontakt zu Jochens Bruder und schließlich Jochen, der zufälligerweise wieder in Bruchsal arbeitete. Da sind wir zusammen mal etwas trinken gegangen und haben uns in den folgenden Wochen einen Spass daraus gemacht mal verschärft zu „googeln“. Und dabei haben wir tatsächlich einiges von uns im Internet entdeckt. Zum Beispiel auch, dass wir seit ca. 20 Jahren auf einem weltweit verkauften CD Sampler vertreten sind und die Aufnahmen weder authorisiert hatten, noch einen Pfennig dafür bekamen. Und traurig fanden wir auch, dass es eigentlich keine wirklich guten Aufnahmen von uns aus der alten Zeit gibt. Aber das werden wir jetzt ändern. Geld wollen wir mit unseren Neuaufnahmen natürlich nicht machen (Dies ist jedoch kein Aufruf zum bootlegen). Die neue Scheibe wird wieder nur in einer kleinen Auflage erscheinen und wohl hauptsächlich verschenkt.

Abschließende Frage: Punk hat sich seit 1980 enorm verändert und entwickelt. Welche positiven Eigenschaften hast du aus diesem Lernprozess bewahren können und welche Aspekte des Punk sind dir heute überhaupt von Bedeutung und wichtig?
Bernd: Ich habe mittlerweile Familie und ein Haus mit Garten. Insofern hätte ich aus damaligen Gesichtspunkten gesagt – ich habe mich angepasst. Ich schwimme aber meistens immer noch gegen den Strom, auch wenn ich dazu keine Punk-Uniform mehr brauche. Was ich sagen will: Finde deinen eigenen Weg, ohne dich selbst zu zerstören. Akzeptiere nicht alles – Hinterfrage Dinge. Ändere Dinge. Habe Spaß.
Jochen: Wie ich vorhin schon sagte, würde ich mich nicht mehr als Punk bezeichnen, weil ich dieses Etikett nicht mehr brauche. Ich fühle mich dem Punk aber immer noch verbunden. Dass ich mit Bernd und Ralf unsere alten Songs noch einmal neu aufnehme – und wir machen das auch wieder komplett selber und natürlich so unprofessionell wie damals, nur eben mit der Technik von heute –, ist für mich auch so was wie eine Stellungnahme zu meiner Jugend und zum Punk, eine Bekräftigung, dass ich auch jetzt noch zu dem stehe, was wir damals gemacht haben.
Was mir bis heute noch wichtig ist: Die DIY-Ethik, die Unruhe und die „Fuck-Off“-Attitüde. Die grundsätzlich misstrauische und kritische Haltung gegenüber Politik, Medien und Wirtschaft. Das Mittel der Provokation, um auf Missstände aufmerksam zu machen. Die Erinnerungen an meine Jugend. Und hunderte der besten Songs, die jemals geschrieben wurden.
Ralf: Hat sich was geändert ?


01.Stumbling block
02.Trash
03.Popcorn
04.Belson was a bore
05.World war 1981
06.War exit
07.GFR is a liar
08.FSGF (BONUS)
09.TV addict (BONUS)
10.No future (BONUS)

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