Organisierter Selbstschutz in Delmenhorst notwendig!

RADIO BREMEN berichtete am Montag, den 06.02.2012 u.a. von der Antifa-Demo am Samstag, den 04.02. in Delmenhorst und die politischen Zustände auf der Straße.
Nachdem am 21.01. in der Delmenhorster Kneipe “Die Szene” ein Rechtsrock-Konzert mit der bremer Band “KATEGORIE C”, die unter den Namen “H.E.R.M.” auftrat, stattfand, kam es im späteren Verlauf zu einem körperlichen gewalttätigen  Angriff von Besuchern der Kneipe auf einen Jugendlichen. Dieser wurde gegen 1 Uhr nachts von KC-Fans (u.a. Gürteltasche mit KC – Schriftzug) angegriffen. Die angegriffene Person schaffte es mit Gesichtsverletzungen und teilweise starken Prellungen zu entkommen. Im weiteren Verlauf wurde gegen ca. 2 Uhr 45 eine weitere 21-jährige Person von Konzertbesuchern mit Baseballschlägern und Tritte gegen den Kopf vor der Kneipe angegriffen. Diese erlitt einen Schädelbasis- und Jochbeinbruch und wurde nach attestierter Hirnblutung auf die Intensivstation eines Bremer Krankenhauses verlegt.
Der Niedersächsische Staatsschutz hatte zwar Kenntnis von einem möglichen Konzert der Rechtsrock-Gruppe, war dennoch nicht in der Lage, den Ort des Auftritts zu ermitteln.
“Aufgrund dieser Informationen kamen zusätzlich zivile Einsatzkräfte der Polizei im Stadtgebiet Delmenhorst zum Einsatz. Doch weder durch die im Stadtgebiet gesammelten Erkenntnisse noch durch Zeugenhinweise konnte die Polizei am Samstag einen Auftritt der Gruppe “Kategorie C – Hungrige Wölfe” feststellen”. (Quelle: http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/68438/2187631/pol-del-polizeiinspektion-informiert-kategorie-c-hungrige-woelfe-mit-liveauftritt-in-delmenhorst).

Delmenhorster Zustände
Bereits mehrfach wurden Neonazikonzerte in Delmenhorst veranstaltet. Teilweise mit bis zu 300 Teilnehmer_innen.
Der Vorfall am vergangenen Wochenende ist also keineswegs als ein besonderes Ereignis zu betrachten, sondern Teil einer neonazistischen Kontinuität, einer Reihe gewaltsamer Übergriffe, seit 2008. Über 40 Angriffe sind dokumentiert: Neonazis zerstörten Fahrzeuge, verübten Brandanschläge, organisierten Mahnwachen, Saalveranstaltungen und Kundgebungen, versuchten Antifaschist_innen zu überfahren oder mit Messern und sonstigen Waffen anzugehen – die Chronik neonazistischer Übergriffe in Delmenhorst ist nahezu endlos. Die strafrechtliche Verfolgung dieser Vorfälle fand meist nicht statt oder ist bestenfalls mangelhaft. Neonazis erhielten für ähnliche Übergriffe meist minimale Strafen, so etwa Sozialstunden.

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